Hallo,
unser Ort wurde kürzlich im Rahmen des Breitbandausbaus mit Outdoor DSLAMs ausgestattet, die bis zu 16MB ermöglichen sollen. Die ganze Aktion ist mit öffentlichen Mitteln gefördert worden - sonst wäre wohl auch nix passiert.
Die Telekom geht nun herum und versucht möglichst viele Kunden dafür zu gewinnen, was auch erstmal in Ordnung ist. Da öffentliche Mittel im Spiel sind, müssen die Zugänge aber auch Fremdanbietern zugänglich sein.
Die Frage ist nun, wann werden diese davon informiert und haben die in solchen Fällen dann überhaupt entsprechende (Miet)-verträge für die neuen Leitungen ?
In meinem Fall weiss z.B. 1und1 gar nichts davon und sagt, ich soll mal in drei Monaten wieder fragen - und dann wundern, wenn ich kündige ? (hab ich aber noch nicht)
Welche Erfahrungen liegen bei Euch vor zum Thema "neue Outdoor-DSLAM und Fremdanbieter" ?
Wenn die Telekom den Ausbau zu 100 % finanziert hätte, hätte sie ein zweijähriges Exklusivrecht für die Vermarktung der neuen Ports. Sprich: wenn 100 neue Ports errichtet wurden und binnen 2 Jahren alle 100 Ports an Kunden verteilt wurden, gucken die anderen Anbieter in die Röhre.
Wenn nun die Telekom 50 % der Kosten übernommen hätte und die restlichen 50 % von der Gemeinde getragen wurden, kann es dennoch sein, dass die Telekom ein Exklusivrecht eingeräumt bekommen hat. Dann aber bspw. nur für 1/2 oder 1 Jahr.
Auch hier ist es dann so, dass wenn die Telekom alle Ports vermarktet bekommt, die anderen Anbieter in die Röhre gucken.
Es kann aber natürlich auch sein, dass die Telekom nur für 50 % der Ports ein Exklusivrecht hat (wenn sie 50 % der Kosten getragen hat).
Genauere Informationen dazu hat aber nur die Gemeinde (und die Telekom, die's freilich nicht sagen wird). Also musst du bei der Gemeindeverwaltung anklopfen und dort nach dem zuständigen Sachbearbeiter fragen. Der wird dir deine Frage beantworten können (muss er auch, ist ja öffentliches Geld geflossen).